Mittwoch, 20. Juli 2011

Urabstimmung für Redakteure

Auf der Sitzung der ver.di-Tarifkommission für die Redakteure an Tageszeitungen wurde beschlossen, eine Urabstimmung durchzuführen. Die Forderung: Es darf zu keinen Verschlechterungen im Manteltarif (Arbeitszeit, Sonderzahlungen usw.) kommen, wie sie die Verleger in der letzten Verhandlungsrunde erneut gefordert hatten. Ver.di bereitet die Urabstimmung im Norden im August vor; in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind sie bereits angelaufen.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Tarifverhandlungen für Tageszeitungsredaktionen ohne Ergebnis

Die Tarifverhandlungen für die Redakteurinnen und Redakteure zwischen dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und ver.di sowie dem DJV sind erneut ohne Ergebnis geblieben. Hier die komplette Pressemitteilung von ver.di.

Die Tarifparteien haben sich darauf verständigt, die Verhandlungen im August 2011 fortzusetzen.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Manteltarif-Sicherung ist ein Erfolg der streikenden Belegschaften

Tarifkommission stimmt Tarifabschluss mit dem bvdm zu

Mit nur einer einzigen Gegenstimme hat die große Tarifkommission Druckindustrie dem Tarifabschluss für die Branche zugestimmt. Die für drei Jahre erreichte Sicherung des Manteltarifs ohne Abstriche wurde einhellig als Erfolg der Streikenden gewertet. Ebenso einig waren sich die Tarifkommissionsmitglieder bei ihrer heutigen Sitzung in Berlin aber auch darüber, dass mit dem Lohnergebnis ein hoher Preis für die Sicherung der grundlegenden Arbeitsbedingungen bezahlt werden musste.

Das Ergebnis, dem jetzt noch die Arbeitgeber zustimmen müssen (Erklärungsfrist 22.7.), enthält im Wesentlichen folgende Regelungen:
  • Der Manteltarifvertrag für die gewerblichen Arbeitnehmer/-innen der Druckindustrie wird unverändert wieder in Kraft gesetzt – mindestens bis zum 31.3.2014
  • Mit der September-Lohnabrechnung erhalten die gewerblichen Arbeitnehmer/-innen eine Einmalzahlung in Höhe von 280 € brutto (Auszubildende 140 €, Teilzeitbeschäftigte anteilig).
  • Ab 1. August 2012 werden die Tariflöhne um 2 Prozent erhöht.
  • Im Juli 2013 gibt es eine weitere Einmalzahlung von 150 € (Auszubildende 75 €, Teilzeitbeschäftigte anteilig). 
  • Die Einmalzahlungen können nicht auf übertarifliche Lohnbestandteile angerechnet werden. Die Laufzeit des Lohnabkommens beträgt 33 Monate (bis 31.12.2013).
  • bvdm und ver.di empfehlen die Übernahme dieses Tarifergebnisses auch für die regionalen Angestellten-Tarifverträge der Druckindustrie.
  • Eine Maßregelung von Streikenden ist ausgeschlossen.
Die Tarifkommission bedankt sich bei den Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement in dieser Tarifauseinandersetzung.

Bewertung zum Tarifergebnis in der Druckindustrie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wieder einmal haben Tausende Beschäftigte der Druckindustrie wochenlang couragiert und engagiert für den Erhalt ihrer wichtigsten Arbeitsbedingungen gekämpft. Mit Erfolg! Und das war alles andere als selbstverständlich. Die Druckunternehmer haben nach jahrelanger Vorbereitung und einer beachtlichen Kampagnenplanung mit Flugblättern, Öffentlichkeitsarbeit, betrieblichen Einschüchterungen und Drohungen und massiven Spaltungsversuchen Anlauf genommen, um die ihnen verhasste 35-Stunden-Woche ins Reich der Geschichte zu verbannen. Wären die Forderungen der Arbeitgeber nach Einführung der 40-Stunden-Woche und Absenkung der Helferlöhne betrieblich umgesetzt worden, hätten den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern um bis zu 30 Prozent verschlechterte Arbeitsbedingungen gedroht. Nimmt man die Forderungen des Bundesverbandes Druck und Medien (bvdm) nach Verschlechterung der tariflichen Maschinenbesetzung zur geforderten Arbeitszeitverlängerung hinzu, wären unmittelbar und zusätzlich zu dem ohnehin stattfindenden Personalabbau tausende Arbeitsplätze gefährdet gewesen.

Dienstag, 5. Juli 2011

Tarifkommission stimmt Verhandlungsergebnis zu

Die Tarifkommission Druckindustrie hat heute nach Berichten über den Verhandlungsverlauf das Ergebnis der Verhandlungen mit dem bvdm diskutiert. Aus den Landesbezirken wurde überwiegend positiv auf das Ergebnis reagiert, natürlich auch unter dem Vorbehalt, dass mit dem Erhalt des MTV ein sehr schlechtes Lohnabkommen verbunden ist. Über die einzeln differenziert vorgetragene Kritik aus Streikbetrieben ist ebenfalls ausführlich diskutiert worden. Hier werden noch weitere Beratungen mit den Mitgliedern folgen.

Alle waren sich darin einig, dass das Wiederinkrafttreten des MTV keine Ruhe in den Betrieben bringen wird, sondern dass mit Angriffen der Arbeitgeber auf betrieblicher Ebene zu rechnen ist. Dies wird bei den im zweiten Halbjahr stattfindenden Branchentreffen im Einzelnen noch besprochen werden.

Die Tarifkommission hat dann abschließend dem Verhandlungsergebnis bei nur einer Gegenstimme und keiner Enthaltung zugestimmt.

Montag, 4. Juli 2011

Sondierungsgespräch zwischen ver.di und VZN

In kleiner Runde treffen sich die Verhandlungsparteien von ver.di und VZN am 19. Juli in Hamburg.

In einem 6-Augen-Gespräch soll geprüft werden, ob der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung einen größeren Verhandlungsspielraum ermöglicht. Die Arbeitgeber werden durch den Herrn Röder (Geschäftsführer VZN), Herrn Ehlers (Lübecker Nachrichten, Ostsee Zeitung) und Herrn Heinemann (Kieler Nachrichten) vertreten.

Auf ver.di-Seite nehmen die Kollegen Martin Dickmann, Detlef Schütz und Willi Kerker teil.

Es bleibt abzuwarten, ob der VZN in kleiner Runde auch einen neuen Vorschlag zur Tarifrunde unterbreitet. Einen Tarifabschluss kann aber in diesem Sondierungsgespräch nicht erzielt werden, dazu fehlt der ver.di-Verhandlungskommission das Mandat.

Sonntag, 3. Juli 2011

Mitgliederversammlung: Ortsverein zieht erste Bilanz

Zu seiner turnusmäßigen Vorstandssitzung traf sich der Vorstand am 2. Juli im Heider Hof.

Ein Schwerpunktthema war der Tarifabschluss in der Druckindustrie. Durch die unveränderte Verlängerung des Manteltarifvertrages ist es zu einem guten Abschluss geworden. Außerdem war der Vorstand mit der Mobilisierung in Heide sehr zufrieden. Die Tarifverhandlungen in den Bereichen Redaktion und Zeitungsverlag laufen aber unverändert weiter. Geplante Aktionen sollen mit den Betroffenen besprochen werden.

Der Ortsverein verurteilt den Austritt des sh:z als Vollmitglied ihres Verbandes und bezeichnete die Flucht in die OT-Mitgliedschaft (Ohne Tarifbindung) als Flucht vor der Verantwortung.

Die Neugründung des Fachbereiches Westküste steht kurz vor dem Abschluss. Eine Initiative des OV-Nordfriesland hatten wir unterstützt und ist durch den Landesbezirksfachbereichsvorstand jetzt verabschiedet worden. Mitglieder des Fachbereiches Westküste werden die Ortsvereine aus Meldorf, Nordfriesland und Heide sein.

Ende Oktober, Anfang November wird erneut das „Herbstvergnügen“ stattfinden. Dort werden auch die Jubilarehrungen vorgenommen.

Unser Kassierer Jörg Maurischat wird auf der nächsten Vorstandssitzung den Jahresabschluss 2010 vorlegen.

Willi A. Kerker