Montag, 19. Mai 2014

Tarifverhandlungen für Redakteure an Tageszeitungen

Sehr geehrte Frau Ekat, sehr geehrte Frau Neitzel,
sehr geehrter Herr Dieckmann,

in der Tarifrunde für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen kam den beiderseitig anerkannten unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen im Bundesgebiet und den hieraus zu ziehenden Schlussfolgerungen besondere Bedeutung zu. Leider führte unser wiederholtes Drängen auf Regionalisierungsmöglichkeiten in den bundesweiten Tarifwerken nicht zur angestrebten akzeptablen Lösung.

Der noch unter Genehmigungsvorbehalt (bis 30.06.2014) stehende Abschluss vom 24. April 2014 sieht für Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein lediglich ein zeitliches Vorziehen der beschlossenen anteiligen Reduzierung von Jahresleistung und Urlaubsgeld vor. Damit wird der Ertragskraft unserer Verlage in diesen beiden „Nordländern“, vor allem aber der dringend notwendigen Zukunftssicherung dieser Verlagshäuser und der von ihnen gebotenen Arbeitsplätze keineswegs im erforderlichen Umfang Rechnung getragen.

Der Verband der Zeitungsverlage Norddeutschland e.V. kann daher dem Abschluss vom 24. April 2014 nicht zustimmen und  bittet Sie,  mit uns einen Verhandlungstermin für die Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zu verabreden. Ein möglichst zeitnaher Termin dürfte dabei im wohlverstandenen Interesse aller liegen.


Mit freundlichen Grüßen

VERBAND DER ZEITUNGSVERLAGE NORDDEUTSCHLAND E.V.
gez. Berndt Röder

Dienstag, 13. Mai 2014

Kurzmitteilung: Boyens Medien übernimmt Fincke-Werbung

Sönke Boyens hat mitgeteilt, dass Boyens Medien die Fincke-Werbung gekauft hat. Fincke hat vor allem Prospekte und Akzidenzen hergestellt.
Geplant ist mittelfristig, diese Agentur im Wasserturm in Heide unterzubringen.

Tag der Fachbereiche in Husum

Sehr harmonisch und zügig verlief der Tag der Fachbereiche in Husum. Alle Fachbereiche zu einem Termin zu laden, war eine neue Idee und wurde gut angenommen. Die jeweils zuständigen Bezirkssekretäre gaben einen kurzen Überblick der letzten vier Jahre.
Für unseren Fachbereich 8 übernahm dies der Landesfachbereichsleiter Martin Dieckmann. Danach zogen sich die einzelnen Fachbereiche zurück, um ihren Bezirksvorstand zu wählen.
 Gewählt wurden: Willi A. Kerker (Boyens Medien), Bernd Johannssen (CPI/Clausen und Bosse) und Jörg Friedrichs (Evers Druck)

Freitag, 2. Mai 2014

Tarifkommission stimmt Verhandlungsergebnis zu

3 Prozent mehr Lohn ab Mai
Bei einer Gegenstimme haben die Tarifkommission der Druckindustrie
und der Tarifausschuss für Angestellten das am 14. April mit dem
Arbeitgeberverband bvdm erzielte Verhandlungsergebnis gebilligt.
Nun steht noch die Entscheidung der Arbeitgeber aus.
„Die Laufzeit von 27 Monaten und insgesamt 4 Prozent Lohnerhöhung
sind sicher nicht das was wir uns vorgenommen hatten. Wichtig ist
jedoch das die 3 Prozent Lohnerhöhung bereits im Mai kommen.“
bewertete der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke bei
der Sitzung in Frankfurt/Main das Ergebnis. „Für mich zählt: Dieses
Tarifergebnis wurde durch die Streiks erkämpft, Stück für Stück, in fünf
Verhandlungsrunden. Wir haben in dieser Tarifrunde rausgeholt was
rauszuholen war.“
Das Verhandlungsergebnis sieht vor, dass ab Mai der Wochenecklohn
für Facharbeiter in der Druckindustrie (Lohngruppe V) um 3 Prozent auf
596,45 Euro brutto steigt und entsprechend auch die Beträge für die
übrigen Lohngruppen. Im Mai 2015 wird es eine weitere Erhöhung der
Löhne und Ausbildungsvergütungen um 1 Prozent geben. Die Laufzeit
des Lohnabkommens endet am 31. März 2016.
Bestandteil der Tarifvereinbarung ist auch, dass mit dem bvdm
Verhandlungen über Themen des Manteltarifvertrages geführt werden.
In diesem Zusammenhang wurde auf Initiative von ver.di auch
vereinbart, dass über auch Branchen-Lohnuntergrenzen verhandelt
wird, die auch für tariflose Betriebe der Druckindustrie gelten. Diese
Gespräche werden spätestens im September beginnen. Wir werden
über den Verlauf regelmäßig berichten.

Mit der Zustimmung der Tarifkommission ist der Weg frei für den
Abschluss des neuen Lohnabkommens für die Druckindustrie –
vorausgesetzt, dass auch die Arbeitgeber in der noch bis 20. Mai
laufenden Erklärungsfrist das Tarifergebnis annehmen.

Dienstag, 15. April 2014

Tarifeinigung Lohnabkommen Druckindustrie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in der Nacht vom 14. auf den 15. April konnte ein Lohnabschluss für die Druckindustrie erreicht werden. Er sieht eine Erhöhung der Löhne ab 1. Mai 2014 um 3 % und ab 1. April 2015 um 1 % vor. Dies allerdings bei einer Laufzeit von insgesamt 27 Monaten. Gemessen an den bisherigen Tabellenerhöhungen (in den vergangenen vier Jahren nur zweimal je 2 %) ist das ein gutes Ergebnis.

Auch die längere Laufzeit kann man hinnehmen, da wir dann wieder in einer „besseren Zeit“ starten. Allerdings bleibt dieser Abschluss teilweise unter den Erwartungshaltungen, die es bis zuletzt in Betrieben gegeben hat. Zuletzt hatte die Tarifkommission als „Schmerzgrenze“ zwei Tabellenschritte je 2 % bei einer Laufzeit von 24 Monaten akzeptiert.

Für andere Tarifbereiche, die jetzt erst in Verhandlungen eintreten – wie etwa die Zeitungsverlage und Zeitungsdruckbetriebe in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, aber auch für die Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in Hamburg, ist dies ein sehr guter Ausgangspunkt.

Man muss bei allem berücksichtigen, dass ein Abschluss mit so früher Erhöhung um 3 % und einem Tabellenwert von insgesamt 4 % materiell in einer derart angeschlagenen Branche nicht selbstverständlich ist und deshalb auch kaum vergleichbar ist mit Industrieabschlüssen anderer Branchen (wie der Metallindustrie). Für den Norden kommt hinzu, dass der Tabellenwert am Ende der Laufzeit sowie die frühe Erhöhung um 3 % vor allem in den Großbetrieben mit Sanierungstarifverträgen ein eher unerwartet gutes Ergebnis ist.

Die letzte Entscheidung in der Nacht fiel auch unter dem Aspekt, dass ein weiteres Vertagen keine erheblichen Verbesserungen gebracht hätte, sondern – angesichts der sehr angespannten Situation im Arbeitgeberlager – eher den erreichten Stand gefährdet hätte.

Die Tarifkommission wird Ende April zusammenkommen und das Verhandlungsergebnis beraten.
Viele Grüße
Martin Dieckmann

Fachbereichsleiter
Medien, Kunst und Industrie
ver.di-Landesbezirke Hamburg und Nord

Montag, 24. März 2014

Arbeitgeber fordern jetzt 30 Monate Laufzeit

 „Mit dieser Haltung rückt eine Tarifeinigung in weite Ferne“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke nach der vierten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten der Druckindustrie in Berlin. Nahezu unbeweglich verharrten die Arbeitgeber auf ihren Positionen – verlangten sogar eine Tarifvertrags-Laufzeit von 30 Monaten. Jetzt wird die Tarifkommission einberufen.
Um die Verhandlungen voranzubringen hatte die ver.di-Verhandlungskommission den Arbeitgebern schon am frühen Nachmittag einen weit reichenden Einigungsvorschlag unterbreitet. Jeweils zum 1. Februar 2014 und 2015 sollten danach die Löhne um 3,2 Prozent und 2,5 Prozent erhöht werden.
Der Arbeitgeberverband bvdm zeigte sich dagegen den ganzen Abend eingemauert und forderte sogar überraschend eine Laufzeit von 30 Monaten. Nur unter dieser Bedingung waren die Druck-Unternehmer bereit, ihr Angebot leicht zu verändern: 2,0 Prozent ab 1. März 2014 und 1,4 Prozent ab 1. Juli 2015. Laufzeit bis zum 30. Juni 2016.
Das lehnte die ver.di-Verhandlungskommission entschieden ab. Die Verhandlungen wurden deshalb gegen 23 Uhr ohne neuen Termin vertagt. Am 1. April soll nun die Tarifkommission die Situation beraten.

Dienstag, 11. Februar 2014

So wenig sind den Arbeitgebern ihre Beschäftigten wert

Neues zur Tarifrunde Druck


„Ein ganzes Jahr ohne prozentuale Lohnerhöhung und danach eine Erhöhung deutlich unter allen anderen Branchen in Deutschland - Respekt und Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten in der Druckindustrie sehen anders aus“, wies Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), das heute bei der zweiten Runde der Tarifverhandlungen in Frankfurt/Main vorgelegte Arbeitgeber-Angebot zurück.

Der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) hatte dort eine Lohnerhöhung von 1,8 Prozent angeboten, diese aber erst ab dem 1. Januar 2015. Für das Jahr 2014 sollte es lediglich eine Einmalzahlung von 400 Euro geben.

Das bedeute ein ganzes weiteres Jahr, in dem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Branche von der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland abgekoppelt würden, bewertete Werneke das Angebot. Einmalzahlungen hatte die ver.di-Tarifkommission bereits im November vorigen Jahres als nicht akzeptabel abgelehnt.

Als Preis für einen solch niedrigen Lohnabschluss verlangen die Druckarbeitgeber zusätzlich die Aufnahme von Verhandlungen zum Manteltarifvertrag und den anderen Tarifwerken der Branche, um die „Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken“. Auch im Manteltarifvertrag stellen sich die Arbeitgeber erklärtermaßen deutliche Einschnitte vor.

ver.di hat für die knapp 150.000 Beschäftigten der Druckindustrie 5,5 Prozent gefordert, verbunden mit dem Ziel, die Beschäftigten nicht länger von der allgemeinen Lohnentwicklung abzukoppeln. Die Verhandlungen werden am 12. März in Hamburg fortgesetzt.