Donnerstag, 17. Mai 2012

Fachbereich Westküste gegründet

Die Ortsvereine aus Husum, Meldorf und Heide trafen sich am 12. Mai in Husum und gründeten, nach langer Vorbereitungszeit, ihren eigen Fachbereich Westküste.
Die Versammlung wählte Willi A. Kerker zum Vorsitzenden und Günter Klocke zum stellvertretenden Vorsitzenden. Jörg Maurischat (Heide), Bernd Johannsen (Husum), Jörg Friedrichs und Peter Clausen (beide Meldorf) vervollständigen den neuen Bezirksvorstand.
Es wurde ein Beschluss gefasst, im Herbst eine „Tarifpolitische Konferenz“ in Husum durchzuführen.
Auf der Konferenz sollen Ideen für die zukünftige tarifpolitische Arbeit entwickelt werden.
An dieser Veranstaltung sollen auch die Kolleginnen und Kollegen aus Itzehoe von Prinovis teilnehmen.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Montag, 16. April 2012

Eckpunkte aus dem Sozialplan für Boyens Offset

Wie bekannt wurde, gibt es für Boyens Offset einen Sozialplan mit einer Abfindungsregelung von einem halben Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit, berechnet nach dem Bruttomonatsdurchschnittsverdienst (inklusive Jahresleistung und Urlaubsgeld) und begrenzt auf 36 Jahre. Für unterhaltspflichtige Kinder gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro und für Schwerbehinderte 2000 Euro. Auch eine Sprinterprämie ist vereinbart. Diese Abfindung gilt für Kolleginnen und Kollegen, die nicht in die Transfergesellschaft wechseln. Für den Fall eines Übertritts in die Transfergesellschaft ist eine Abfindung von 0,3 Bruttomonatsverdiensten vorgesehen. Zum Transferkurzarbeitergeld, das die Agentur für Arbeit in Höhe von 60 bzw. 67 Prozent zahlt, gibt es einen Zuschuss von Boyens bis zur Höhe von 85 Prozent des regelmäßigen monatlichen Nettogehaltes. Die Qualifizierungsmaßnahmen werden mit zwei Mal 2500 Euro bezuschusst. Der Eintritt in die Transfergesellschaft kann nach Ablauf der Kündigungsfrist erfolgen und der Verbleib in der Gesellschaft ist dann bis zu einem Jahr möglich.

Einige neue Arbeitsplätze sind bereits in Aussicht gestellt worden bei der Boyens-Gruppe. Außerdem will die Firma Prokon ihre Druckaufträge zukünftig selber herstellen. Geplant ist, die bisher bei Boyens Offset gedruckten Aufträge bis etwa Ende des Jahres in den Räumen und mit den Maschinen von Boyens Offset zu drucken. Auf die benötigten Stellen können sich die Kolleginnen und Kollegen von Boyens Offset bewerben. Prokon baut in Itzehoe neu und wird dort auch einen Drucksaal erstellen lassen. Wenn das Gebäude fertig ist, werden die von Prokon gekauften Maschinen von Boyens Offset (Fünf-Farben-Druckmaschine, CTP-Belichter und Schneidemaschine) nach Itzehoe verlegt. Sönke Boyens meinte, die Zukunftsaussichten für die Kollegen (geschätzte acht), die dann bei Prokon arbeiten, seien besser als bei der immer noch im Gespräch befindlichen Kieler Druckerei DFN. Die Verhandlungen mit DFN sind noch nicht abgeschlossen, was die noch verbleibenden Druckaufträge und Produktionsmittel angeht.

Ein Wechsel von Boyens Offset in eine andere Firma (DFN, Prokon oder auch in die Boyens-Gruppe) ist nur nach einem Wechsel in die Transfergesellschaft möglich. Boyens will alles vermeiden, was nach einem Betriebsübergang aussieht.

Die Kündigungen für die Kolleginnen und Kollegen werden in den nächsten Tagen, nach der Anhörung durch den Betriebsrat, zugestellt werden.

Sonntag, 15. April 2012

Betriebsrat und Geschäftsleitung einigen sich auf einen Sozialplan für Boyens Offset

Am Freitag, dem 13. April, haben sich Betriebsrat und Geschäftsleitung auf einen Sozialplan geeinigt. So traurig es ist, dass viele Kolleginnen und Kollegen gehen müssen, der Sozialplan ist ein wichtiges Instrument zur Abfederung der sozialen Härten. Der erreichte Sozialplan ist einer, der diesen Namen auch verdient hat. Großen Anteil an den erfolgreichen Verhandlungen hatte Rechtsanwalt Klaus Müller-Knapp. Auch Verdi in Person von Jürgen Reimer und am letzten Verhandlungstag Martin Diekmann leisteten wertvolle Unterstützung.

Um die Kolleginnen und Kollegen über den genauen Inhalt des Sozialplans, zum Beispiel die Höhe der Abfindungen und weitere Leistungen, zu unterrichten, findet am Montag, dem 16. April, um 13.30 Uhr eine Versammlung von Boyens Offset statt.

An dieser Stelle werden auch wir dann Genaueres bekannt geben.

Freitag, 30. März 2012

Betriebsrat überzeugt Martin Dieckmann zur Teilnahme an Sozialplanverhandlungen

Er hatte schon abgesagt – nun konnte der Betriebsrat Martin Dieckmann zur Teilnahme an den Sozialplanverhandlungen für Boyens Offset am 13. April überzeugen.

Dies ist gut für die Betroffenen. Im Vorfeld war es zu Unstimmigkeiten zwischen  ver.di-Geschäftsführer Jürgen Reimer und dem Betriebsrat gekommen. Die Äußerungen, die dort teilweise gefallen sind, sollen nach dem Urlaub von Jürgen Reimer, unter Mitwirkung von Martin Dieckmann besprochen werden.

Ausdrücklich erklärte sich der Betriebsrat zur Zusammenarbeit mit Jürgen Reimer bereit. Damit stand der Teilnahme von Martin Dieckmann nichts mehr im Wege.

Mittwoch, 28. März 2012

Boyens Offset: Weitere Verhandlungen ohne ver.di

Dem ver.di-Geschäftsführer Jürgen Reimer ist gestern mitgeteilt worden, dass der Betriebsrat keine weitere Zusammenarbeit wünscht.

Damit findet die nächste Verhandlungsrunde über den Interessenausgleich und den Sozialplan wiederum ohne Beteiligung von ver.di statt. Hintergrund sind angebliche negative Äußerungen des ver.di-Geschäftsführers über die zukünftige Entwicklung bei Boyens und die enge Zusammenarbeit mit dem Ortsvereins-Vorstand.

Die Leidtragenden sind die gewerkschaftlich Organisierten bei Boyens Offset.
Wir als Organisation sind selbstverständlich immer für unsere Mitglieder da.

Falls Fragen auftauchen sollten, könnt ihr jederzeit Kontakt mit dem Ortsverein oder direkt mit Jürgen Reimer in Husum aufnehmen. Falls es notwendig sein sollte, schalten wir auch den Landesfachbereichsleiter Martin Dieckmann in Hamburg ein.

Verhandlung über Sozialplan bei Boyens Offset vertagt

Am 27. 3. fanden Verhandlungen über einen Interessenausgleich und Sozialplan statt.
Die Verhandlungen zogen sich über den ganzen Tag.
Trotz Annährung in einigen Punkten wurden die Verhandlungen auf den 13. April vertagt.
Mangels Absprache konnte an diesem Termin kein ver.di-Vertreter teilnehmen.