Montag, 2. Juli 2012

Großer Ärger im Ortsverein Kiel

Ehemaliger Kieler ver.di-Geschäftsführer Holger Malterer schreibt offenen Brief:

Liebe Kolleginnen und Kollegen
Was ist denn bloß aus unserem Kieler Ortsverein geworden?
Heute kam der geschäftsführende Ortsvereinsvorstand nur zur Mitgliederversammlung, um mitzuteilen, dass die Sitzung nicht ordnungsgemäß eingeladen wurde und beendete sie.
Es gab schon eine Vorgeschichte. Erst sagt der Ortsvereinsvorsitzende der Druckersparte für eine Besichtigung der Papierfabrik finanzielle Unterstützung zu und bittet den Spartenvorstand auch andere Ortsvereinsvorstandsmitglieder mitzunehmen, weil er „keine Erfahrung" hat, dann antwortet er auf den Antrag der Sparte monatelang nicht.
Erst nachdem sich kein geschäftsführendes Ortsvereinsvorstandsmitglied beim 1. Mai blicken ließ, wurde ihm der Antrag nach Hause geschickt.
Darauf bekam nur Jürgen Patz eine E-Mail mit dem Rücktritt. Zur letzten Vorstandssitzung erschienen nur die Beisitzer Jürgen Patz und Hans-Jürgen Rummel.
Das Gautschen war ausgeschrieben worden. Es ist im Kieler Woche Programm veröffentlicht.
Die Ausgelernten wurden schriftlich eingeladen und haben sich auf dem Rückantwortbogen angemeldet.
Das Gautschen wurde bekanntermaßen vom Restvorstand bzw. Heino Stüve abgesagt.
Richard Ernst hat es dann gerettet.
Auch beim Gautschen war keiner vom geschäftsführenden Ortsvereinsvorstand.
Auch bei der Demo gegen Helios zur Solidarität mit dem Damp-Kollegen war keiner vom geschäftsführenden Ortsvereinsvorstand.
Heute höre ich nun, dass seit 2 Jahren die Kasse nicht ordnungsgemäß abgerechnet wurde und die gewählte Kassiererin eigentlich dem Fachbereich nicht angehört.
Gab es denn bei der Mitgliederversammlung 2010 keine Mandatsprüfung. Die Einladung war jedenfalls nicht fristgemäß verschickt.
Wenn der Vorstand nicht zurückgetreten war, hätte er doch bei Zugang der Einladung reagieren müssen und nicht heute die Mitglieder umsonst ins Gewerkschaftshaus kommen lassen, um die Veranstaltung platzen zu lassen. Eine Frechheit den Mitgliedern gegenüber ohnegleichen.
Es gibt viele ehrenamtlich gut arbeitende Kolleginnen und Kollegen. Der VS-SH macht einige gute meist hochpolitische Veranstaltungen, die Gruppe der Freien trifft sich regelmäßig mit fachspezifischen Themen und unsere Erwerbslosengruppe arbeitet längst auf ver.di-Ebene. Nicht vergessen dürfen wir die 126-jährige Druckersparte Klopfholz mit fast monatlichen Treffen und das Angebot des GBK. Hier läuft der Meisterkursus gerade aus mit unseren Kollegen im Prüfungsausschuss. Bei diesen Aktivitäten helfe ich immer gern.
Jetzt soll es eine neue Mitgliederversammlung geben. Ob der Vorstand nun zurückgetreten ist oder nicht, habe ich nicht verstanden.

Was soll denn nur aus unserem alten IG Druck Ortsverein Kiel werden.

Viele Grüße
Holger

Dienstag, 12. Juni 2012

Beitragsanpassung Boyens Offset

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Ab dem 1. Juli werden viele von Euch einen anderen Bruttoverdienst haben.
Der Beitrag beträgt 1 % vom monatlichen Brutto.

Da sich für die meisten von Euch das Brutto verringert, müsst Ihr auch einen geringeren Beitrag bezahlen. Setzt Euch bitte mit dem Vorstand in Verbindung, damit die Anpassung zeitnah erfolgen kann.

Ihr könnt Euch selbstverständlich auch direkt an unsere Geschäftsstelle in Husum wenden: Telefon 04841/89460.

Mit gewerkschaftlichem Gruß
Der Vorstand

Donnerstag, 17. Mai 2012

Fachbereich Westküste gegründet

Die Ortsvereine aus Husum, Meldorf und Heide trafen sich am 12. Mai in Husum und gründeten, nach langer Vorbereitungszeit, ihren eigen Fachbereich Westküste.
Die Versammlung wählte Willi A. Kerker zum Vorsitzenden und Günter Klocke zum stellvertretenden Vorsitzenden. Jörg Maurischat (Heide), Bernd Johannsen (Husum), Jörg Friedrichs und Peter Clausen (beide Meldorf) vervollständigen den neuen Bezirksvorstand.
Es wurde ein Beschluss gefasst, im Herbst eine „Tarifpolitische Konferenz“ in Husum durchzuführen.
Auf der Konferenz sollen Ideen für die zukünftige tarifpolitische Arbeit entwickelt werden.
An dieser Veranstaltung sollen auch die Kolleginnen und Kollegen aus Itzehoe von Prinovis teilnehmen.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Montag, 16. April 2012

Eckpunkte aus dem Sozialplan für Boyens Offset

Wie bekannt wurde, gibt es für Boyens Offset einen Sozialplan mit einer Abfindungsregelung von einem halben Monatsgehalt pro Jahr Betriebszugehörigkeit, berechnet nach dem Bruttomonatsdurchschnittsverdienst (inklusive Jahresleistung und Urlaubsgeld) und begrenzt auf 36 Jahre. Für unterhaltspflichtige Kinder gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 1000 Euro und für Schwerbehinderte 2000 Euro. Auch eine Sprinterprämie ist vereinbart. Diese Abfindung gilt für Kolleginnen und Kollegen, die nicht in die Transfergesellschaft wechseln. Für den Fall eines Übertritts in die Transfergesellschaft ist eine Abfindung von 0,3 Bruttomonatsverdiensten vorgesehen. Zum Transferkurzarbeitergeld, das die Agentur für Arbeit in Höhe von 60 bzw. 67 Prozent zahlt, gibt es einen Zuschuss von Boyens bis zur Höhe von 85 Prozent des regelmäßigen monatlichen Nettogehaltes. Die Qualifizierungsmaßnahmen werden mit zwei Mal 2500 Euro bezuschusst. Der Eintritt in die Transfergesellschaft kann nach Ablauf der Kündigungsfrist erfolgen und der Verbleib in der Gesellschaft ist dann bis zu einem Jahr möglich.

Einige neue Arbeitsplätze sind bereits in Aussicht gestellt worden bei der Boyens-Gruppe. Außerdem will die Firma Prokon ihre Druckaufträge zukünftig selber herstellen. Geplant ist, die bisher bei Boyens Offset gedruckten Aufträge bis etwa Ende des Jahres in den Räumen und mit den Maschinen von Boyens Offset zu drucken. Auf die benötigten Stellen können sich die Kolleginnen und Kollegen von Boyens Offset bewerben. Prokon baut in Itzehoe neu und wird dort auch einen Drucksaal erstellen lassen. Wenn das Gebäude fertig ist, werden die von Prokon gekauften Maschinen von Boyens Offset (Fünf-Farben-Druckmaschine, CTP-Belichter und Schneidemaschine) nach Itzehoe verlegt. Sönke Boyens meinte, die Zukunftsaussichten für die Kollegen (geschätzte acht), die dann bei Prokon arbeiten, seien besser als bei der immer noch im Gespräch befindlichen Kieler Druckerei DFN. Die Verhandlungen mit DFN sind noch nicht abgeschlossen, was die noch verbleibenden Druckaufträge und Produktionsmittel angeht.

Ein Wechsel von Boyens Offset in eine andere Firma (DFN, Prokon oder auch in die Boyens-Gruppe) ist nur nach einem Wechsel in die Transfergesellschaft möglich. Boyens will alles vermeiden, was nach einem Betriebsübergang aussieht.

Die Kündigungen für die Kolleginnen und Kollegen werden in den nächsten Tagen, nach der Anhörung durch den Betriebsrat, zugestellt werden.

Sonntag, 15. April 2012

Betriebsrat und Geschäftsleitung einigen sich auf einen Sozialplan für Boyens Offset

Am Freitag, dem 13. April, haben sich Betriebsrat und Geschäftsleitung auf einen Sozialplan geeinigt. So traurig es ist, dass viele Kolleginnen und Kollegen gehen müssen, der Sozialplan ist ein wichtiges Instrument zur Abfederung der sozialen Härten. Der erreichte Sozialplan ist einer, der diesen Namen auch verdient hat. Großen Anteil an den erfolgreichen Verhandlungen hatte Rechtsanwalt Klaus Müller-Knapp. Auch Verdi in Person von Jürgen Reimer und am letzten Verhandlungstag Martin Diekmann leisteten wertvolle Unterstützung.

Um die Kolleginnen und Kollegen über den genauen Inhalt des Sozialplans, zum Beispiel die Höhe der Abfindungen und weitere Leistungen, zu unterrichten, findet am Montag, dem 16. April, um 13.30 Uhr eine Versammlung von Boyens Offset statt.

An dieser Stelle werden auch wir dann Genaueres bekannt geben.

Freitag, 30. März 2012

Betriebsrat überzeugt Martin Dieckmann zur Teilnahme an Sozialplanverhandlungen

Er hatte schon abgesagt – nun konnte der Betriebsrat Martin Dieckmann zur Teilnahme an den Sozialplanverhandlungen für Boyens Offset am 13. April überzeugen.

Dies ist gut für die Betroffenen. Im Vorfeld war es zu Unstimmigkeiten zwischen  ver.di-Geschäftsführer Jürgen Reimer und dem Betriebsrat gekommen. Die Äußerungen, die dort teilweise gefallen sind, sollen nach dem Urlaub von Jürgen Reimer, unter Mitwirkung von Martin Dieckmann besprochen werden.

Ausdrücklich erklärte sich der Betriebsrat zur Zusammenarbeit mit Jürgen Reimer bereit. Damit stand der Teilnahme von Martin Dieckmann nichts mehr im Wege.