Mittwoch, 26. November 2014

ver.di protestiert gegen „Kahlschlag“-Pläne bei den Kieler Nachrichten

Kiel, 26.11.2014

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) hat die am 26. November bekannt gewordenen Pläne eines massiven Stellenbaus bei den Kieler Nachrichten - 30 % allein im Redaktionsbereich - kritisiert: „Das ist Kahlschlag ohne publizistische und wirtschaftliche Perspektive“, sagt ver.di-Fachbereichsleiter Martin Dieckmann.

„Auch wenn die lokale Geschäftsführung die Maßnahmen verkündet - deutlich spürbar ist die Handschrift des Madsack-Konzerns", kritisierte Dieckmann.

Der Madsack-Konzern besitzt 49 % der Gesellschafteranteile an den Kieler Nachrichten.

Im Rahmen eines redaktionellen Umbaus sollen ca. 30 Stellen in der Redaktion abgebaut werden. Extern sollen Artikel und ganze Zeitungsseiten bei einem Dienstleister im Madsack-Konzern eingekauft werden. Weiter sind Stellen im Verlagsbereich gefährdet.

Die Geschäftsführung der Kieler Nachrichten hat erklärt, betriebsbedingte Kündigungen seien nicht ausgeschlossen. Man wolle umgehend Gespräche mit Betriebsrat und Gewerkschaften – ver.di und Deutschem Journalistenverband (DJV) – aufnehmen.

„Dies werden harte Verhandlungen werden – auch um ein Zeichen gegen weitere Eingriffe des Madsack-Konzerns zu setzen“, kündigte Dieckmann an. Alles müsse getan werden, um die Eigenständigkeit des Verlags zu verteidigen und Kündigungen zu vermeiden.