Sitzung der großen Tarifkommission in Kassel
Einen Tarifabschluss, der unter dem Strich massive Verschlechterungen für die Beschäftigten bringt, schließt die große ver.di-Tarifkommission für die Druckindustrie aus. Die Arbeitgeberforderungen nach Verlängerung der Arbeitszeit und Absenkung der Helferlöhne sind keine Grundlage für eine Einigung. Um dennoch die Tarifverhandlungen voran zu bringen, diskutierten die Vertreter der streikenden Belegschaften Möglichkeiten, die Maschinenbesetzungsregeln so anzupassen, dass den technischen und betrieblichen Entwicklungen Rechnung getragen werden kann. Sollte sich der bvdm dem nicht verschließen und zudem über einen angemessenen Lohnabschluss verhandeln, dann sieht die Tarifkommission Einigungsmöglichkeiten. Sollten die Arbeitgeber aber lediglich weiter ihr Ziel verfolgen, die Belegschaften durch Scheinangebote zu spalten, müssen sie mit einer lang dauernden Auseinandersetzung rechnen.
Dienstag, 21. Juni 2011
Verleger bestehen weiterhin auf „nachhaltiger Absenkung“ der Lohnkosten
Auch in der dritten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Zeitungsverlage in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern konnte keine Einigung zwischen dem Verlegerverband (VZN) und ver.di hergestellt werden. Zudem wurden vom VZN die Kündigungsschreiben in Bezug auf die Manteltarifverträge (gültig bis 31.12.2011) übergeben.
Montag, 20. Juni 2011
Arbeitgeber beharren weiterhin auf Verschlechterung
5. Verhandlungsrunde mit dem bvdm in Frankfurt/Main
Der bvdm hat bei den heutigen Verhandlungen seine Forderungen zur Arbeitszeitverlängerung konkretisiert. Danach soll per freiwilliger Betriebsvereinbarung die Arbeitszeit auch unbezahlt auf bis zu 40 Stunden in der Woche verlängert werden. Ausgenommen sind Beschäftigte, die in Schichtarbeit überwiegend Nachtarbeit regelmäßig erscheinende Zeitungen herstellen. Wenn die Verlängerung ohne Lohnausgleich vereinbart wird, soll es eine Beschäfti-gungssicherung für die Dauer der Arbeitszeitverlängerung geben. Das Arbeitszeitkonto soll zusätzlich parallel weiter in vollem Umfang von 220 Plusstunden gelten.
Der bvdm hat bei den heutigen Verhandlungen seine Forderungen zur Arbeitszeitverlängerung konkretisiert. Danach soll per freiwilliger Betriebsvereinbarung die Arbeitszeit auch unbezahlt auf bis zu 40 Stunden in der Woche verlängert werden. Ausgenommen sind Beschäftigte, die in Schichtarbeit überwiegend Nachtarbeit regelmäßig erscheinende Zeitungen herstellen. Wenn die Verlängerung ohne Lohnausgleich vereinbart wird, soll es eine Beschäfti-gungssicherung für die Dauer der Arbeitszeitverlängerung geben. Das Arbeitszeitkonto soll zusätzlich parallel weiter in vollem Umfang von 220 Plusstunden gelten.
Montag, 13. Juni 2011
Kundgebung in Frankfurt bei YouTube
Die Frankfurter Kundgebung am bundesweiten Aktionstag ist jetzt mit Auszügen aus Redebeiträgen auch online bei YouTube abrufbar.
Freitag, 10. Juni 2011
Aktionstag im Norden und bundesweit – Verlage, Redaktionen, Druckindustrie:
Es bleibt zusammen, was zusammen gehört!
Am zweiten gemeinsamen Aktionstag von Beschäftigten in Verlagen, Redaktionen und Druckereien hat sich der Protest und Widerstand gegen Eingriffe in die Tarifverträge am 9. Juni erneut verbreitert und intensiviert. Allein im Norden wurden Notausgaben in Kiel (Kieler Nachrichten) und Lübeck (Lübecker Nachrichten) erzwungen. Mehrere Betriebe streikten sogar über zwei Tage hinweg, so die Zeitungsdruckerei von Axel Springer und die Buchdruckerei Clausen & Bosse in Leck. Gemeinsame Aktionen von Redakteuren, Verlagsangestellten und Druckern in Innenstädten trugen den Protest in die Öffentlichkeit – zu den Lesern.
Online-Streik, Notausgaben, gemeinsame Kundgebungen
Im Norden hatten die Beschäftigten der Ostsee-Zeitung schon am Montag den Auftakt gemacht. Die OZ konnte nur als Notausgabe erscheinen, die Website der OZ meldete wegen des Warnstreiks mangelnde Aktualisierung. An den folgenden Tagen traten die Beschäftigten der Großdruckereien in Aktion – betroffen waren die beiden Tiefdruckereien von Prinovis (Ahrensburg und Itzehoe) und die Zeitungsdruckerei von Axel Springer. Am 9. Juni, dem bundesweiten Aktionstag, wurden bestreikt: Clausen & Bosse in Leck, die beiden Prinovis-Betriebe, Axel Springer Zeitungsdruck, die Kieler Nachrichten, die Lübecker Nachrichten, die Bergedorfer Zeitung. In Rostock demonstrierten die Beschäftigten der Ostsee-Zeitung vor dem Verlagshaus, weiter schlossen sich Druckereien an: Schurpak Germany in Büchen (mit einem 24stündigen Warnstreik) und Mero-Druck in Lauenburg.
Zahlreich fuhren am selben Tag Redakteurinnen und Redakteure aus dem Norden nach Frankfurt: Dort kamen über 3.000 Beschäftigte aus Verlagen, Redaktionen und Druckereien bei einer gemeinsamen Kundgebung von ver.di und DJV zusammen. Unterstützt wurden sie von 500 Streikenden aus dem Einzelhandel. Auch in Kiel besuchten Streikende von Coop die Streikenden bei den Kieler Nachrichten.
Signal an die Arbeitgeber: Wir werden immer mehr!
Die nervösen Reaktionen der Verbände von Verlegern und Druckunternehmen zeigen: Auf Arbeitgeberseite hat man offenbar nicht damit gerechnet, wie breit und intensiv Protest und Widerstand werden kann. Im Norden wurden die Aktionen spürbar intensiviert. Auch an diesem zweiten Aktionstag wurden die Erwartungen in Breite und Intensität der Aktionen deutlich überschritten. Martin Dieckmann, ver.di-Fachbereichsleiter in Hamburg und Nord: „Der zweite Aktionstag hat gezeigt: Wir werden immer mehr – und die Stimmung zeigt überall, dass es bei dem jetzt Erreichten nicht bleiben wird, wenn es weiter bei der Blockadepolitik der Arbeitgeber bleibt. Im Norden sollten sich die Verleger gut überlegen, ob sie die Manteltarifverträge kündigen.“
Die nächsten Verhandlungstermine
Am 15. Juni verhandeln erneut BDZV mit ver.di und DJV über die Tarifverträge für Redakteure, am 16. Juni findet die vierte Verhandlungsrunde zwischen dem Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und ver.di statt, am 20. Juni verhandeln ver.di und die Norddeutschen Zeitungsverleger die Gehalts- und Lohntarifverträge für die Zeitungsbetriebe im Norden. Möglicherweise kommt es zu diesem Termin zur Kündigung der Manteltarifverträge für Verlagsangestellte und Zeitungsdrucker durch den Verlegerverband (VZN). Für den 20. Juli ist eine erste Gehalts-Verhandlungsrunde für die Angestellten in Zeitschriftenverlagen Hamburgs, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommern vereinbart.
Online-Streik, Notausgaben, gemeinsame Kundgebungen
Im Norden hatten die Beschäftigten der Ostsee-Zeitung schon am Montag den Auftakt gemacht. Die OZ konnte nur als Notausgabe erscheinen, die Website der OZ meldete wegen des Warnstreiks mangelnde Aktualisierung. An den folgenden Tagen traten die Beschäftigten der Großdruckereien in Aktion – betroffen waren die beiden Tiefdruckereien von Prinovis (Ahrensburg und Itzehoe) und die Zeitungsdruckerei von Axel Springer. Am 9. Juni, dem bundesweiten Aktionstag, wurden bestreikt: Clausen & Bosse in Leck, die beiden Prinovis-Betriebe, Axel Springer Zeitungsdruck, die Kieler Nachrichten, die Lübecker Nachrichten, die Bergedorfer Zeitung. In Rostock demonstrierten die Beschäftigten der Ostsee-Zeitung vor dem Verlagshaus, weiter schlossen sich Druckereien an: Schurpak Germany in Büchen (mit einem 24stündigen Warnstreik) und Mero-Druck in Lauenburg.
Zahlreich fuhren am selben Tag Redakteurinnen und Redakteure aus dem Norden nach Frankfurt: Dort kamen über 3.000 Beschäftigte aus Verlagen, Redaktionen und Druckereien bei einer gemeinsamen Kundgebung von ver.di und DJV zusammen. Unterstützt wurden sie von 500 Streikenden aus dem Einzelhandel. Auch in Kiel besuchten Streikende von Coop die Streikenden bei den Kieler Nachrichten.
Signal an die Arbeitgeber: Wir werden immer mehr!
Die nervösen Reaktionen der Verbände von Verlegern und Druckunternehmen zeigen: Auf Arbeitgeberseite hat man offenbar nicht damit gerechnet, wie breit und intensiv Protest und Widerstand werden kann. Im Norden wurden die Aktionen spürbar intensiviert. Auch an diesem zweiten Aktionstag wurden die Erwartungen in Breite und Intensität der Aktionen deutlich überschritten. Martin Dieckmann, ver.di-Fachbereichsleiter in Hamburg und Nord: „Der zweite Aktionstag hat gezeigt: Wir werden immer mehr – und die Stimmung zeigt überall, dass es bei dem jetzt Erreichten nicht bleiben wird, wenn es weiter bei der Blockadepolitik der Arbeitgeber bleibt. Im Norden sollten sich die Verleger gut überlegen, ob sie die Manteltarifverträge kündigen.“
Die nächsten Verhandlungstermine
Am 15. Juni verhandeln erneut BDZV mit ver.di und DJV über die Tarifverträge für Redakteure, am 16. Juni findet die vierte Verhandlungsrunde zwischen dem Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und ver.di statt, am 20. Juni verhandeln ver.di und die Norddeutschen Zeitungsverleger die Gehalts- und Lohntarifverträge für die Zeitungsbetriebe im Norden. Möglicherweise kommt es zu diesem Termin zur Kündigung der Manteltarifverträge für Verlagsangestellte und Zeitungsdrucker durch den Verlegerverband (VZN). Für den 20. Juli ist eine erste Gehalts-Verhandlungsrunde für die Angestellten in Zeitschriftenverlagen Hamburgs, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommern vereinbart.
Dienstag, 7. Juni 2011
Ver.di fordert 4 % mehr Gehalt für Verlagsangestellte
Tarifinfo Zeitschriftenverlage in Hamburg und Norddeutschland / Zeitungsverlage Hamburg
Am 30. Juni endet die Laufzeit der Gehaltstarifverträge für die Angestellten der Zeitungsverlage Hamburg und der Zeitschriftenverlage in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Die Zeitschriftenverlage in Hamburg und Norddeutschland und die Zeitungsverlage in Hamburg sind die beiden letzten Tarifbereiche, die noch nicht von Tarifauseinandersetzungen erfasst sind. Zahlreiche Protestaktionen, auch Streiks von Redakteurinnen und Redakteuren, Verlagsangestellten und Beschäftigten aus Druck- und Satztechnik, begleiten seit Wochen die Tarifverhandlungen in den verschiedenen Tarifbereichen.
Die ver.di-Tarifkommissionen für die Zeitungsverlage Hamburgs und die Zeitschriftenverlage in Hamburg und Norddeutschland haben die Kündigung der Gehaltstarifverträge und die Forderung von 4 % mehr Gehalt beschlossen. Zudem soll die Laufzeit auf 12 Monate begrenzt sein. Die Tarifkommissionen halten die Forderung angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der Verlagsunternehmen und der deutlich steigenden Teuerungsrate für angemessen.
Am 30. Juni endet die Laufzeit der Gehaltstarifverträge für die Angestellten der Zeitungsverlage Hamburg und der Zeitschriftenverlage in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.
Die Zeitschriftenverlage in Hamburg und Norddeutschland und die Zeitungsverlage in Hamburg sind die beiden letzten Tarifbereiche, die noch nicht von Tarifauseinandersetzungen erfasst sind. Zahlreiche Protestaktionen, auch Streiks von Redakteurinnen und Redakteuren, Verlagsangestellten und Beschäftigten aus Druck- und Satztechnik, begleiten seit Wochen die Tarifverhandlungen in den verschiedenen Tarifbereichen.
Die ver.di-Tarifkommissionen für die Zeitungsverlage Hamburgs und die Zeitschriftenverlage in Hamburg und Norddeutschland haben die Kündigung der Gehaltstarifverträge und die Forderung von 4 % mehr Gehalt beschlossen. Zudem soll die Laufzeit auf 12 Monate begrenzt sein. Die Tarifkommissionen halten die Forderung angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung der Verlagsunternehmen und der deutlich steigenden Teuerungsrate für angemessen.
Donnerstag, 2. Juni 2011
Arbeitgeber lehnen gleichen Lohn für Leiharbeiter/-innen kategorisch ab
4. Verhandlungsrunde mit dem bvdm in München
Auch in der vierten Runde der Druckindustrie-Tarifverhandlungen in München blieben die Arbeitgeber beinhart. Kategorisch lehnten sie unsere Forderung nach gleichem Lohn und gleichen Arbeitsbedingungen entsprechend der in der Druckindustrie geltenden Tarife für Leiharbeiter/-innen ab. In den vergangenen zwei Wochen sind tausende von Beschäftigten der Druckindustrie mit massiven Warnstreiks gegen die vom bvdm geforderten Tarifverschlechterungen und für die ver.di-Forderungen nach gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Altersvorsorge und Arbeitszeitverkürzung für ältere Beschäftigte sowie die dringend benötigte Lohnerhöhung eingetreten.
Auch in der vierten Runde der Druckindustrie-Tarifverhandlungen in München blieben die Arbeitgeber beinhart. Kategorisch lehnten sie unsere Forderung nach gleichem Lohn und gleichen Arbeitsbedingungen entsprechend der in der Druckindustrie geltenden Tarife für Leiharbeiter/-innen ab. In den vergangenen zwei Wochen sind tausende von Beschäftigten der Druckindustrie mit massiven Warnstreiks gegen die vom bvdm geforderten Tarifverschlechterungen und für die ver.di-Forderungen nach gleichen Lohn für gleiche Arbeit, Altersvorsorge und Arbeitszeitverkürzung für ältere Beschäftigte sowie die dringend benötigte Lohnerhöhung eingetreten.
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