Auch in der dritten Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Zeitungsverlage in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern konnte keine Einigung zwischen dem Verlegerverband (VZN) und ver.di hergestellt werden. Zudem wurden vom VZN die Kündigungsschreiben in Bezug auf die Manteltarifverträge (gültig bis 31.12.2011) übergeben.
Alles auf Anfang – Gehaltsrunde nicht ohne Manteltarifverhandlungen?
Während ver.di und VZN bei der letzten Verhandlungsrunde einig waren, zunächst die Erhöhung von Gehältern und Löhnen zu verhandeln , bestanden die Verleger erneut auf einer Verknüpfung beider Themen. Als „Reformvorschlag“ schlugen die Verleger vor, Jahresleistung (Weihnachtsgeld) und Urlaubsgeld durch eine – nicht näher definierte Formel – entsprechend dem Betriebsergebnis oder der Umsätze abzusenken. Ein solcher „Automatismus“ wurde von der ver.di-Verhandlungskommission abgelehnt. Stattdessen verwies ver.di auf die bereits in Tarifverträgen für Verlage und Druckereien üblichen Instrumente der Beschäftigungssicherung: u.a. Absenkung von Urlaubsgeld und Jahresleistung – nach Prüfung wirtschaftlicher Erforderlichkeit – gegen den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.
Einmalzahlung? Keine Einigung mit ver.di – weitere Gespräche vereinbart
Am Ende der Verhandlungen war der VZN zwar bereit, nun doch mehr Gehalt und Lohn zu vereinbaren, dies aber nur in Form von einer Einmalzahlung. Dies lehnte ver.di erneut ab – „Einmalzahlung gibt es eben nur einmal“, wandte ver.di-Verhandlungsführer Dieckmann ein. Für die nächsten Wochen wurden Gespräche in kleiner Runde vereinbart. In diesen Runden sollen lediglich die vorhandenen tariflichen Instrumente zur Beschäftigungssicherung und weitere Möglichkeiten ausgelotet werden.
Deutlich ist zu spüren – die Aktionen in den Betrieben zeigen Wirkung!
Der Druck auf die Verleger darf nicht nachlassen – sondern muss verstärkt werden!