Donnerstag, 30. Juni 2011

Tarifrunde Tageszeitungen: Völlig unzureichendes Gehaltsangebot

In der sechsten Verhandlungsrunde haben die Zeitungsverleger ihr Gehaltsangebot mit Zahlen konkretisiert: 200 Euro Einmalzahlung im Jahr 2011, 200 Euro im Jahr 2012 und im Jahr 2013 eine Gehaltserhöhung von 1,5 Prozent. Die Verhandlungskommission bewertete dies als völlig unzureichend.


Ansonsten trug der BDZV Bekanntes vor: Neu eingestellte Redakteurinnen und Redakteure sollen gegenüber jetzt Beschäftigten rund 25 Prozent des Jahresgehalts verlieren. Und auch die derzeit schon fest angestellten Redakteurinnen und Redakteure sollen Verzichte in Höhe von 15 Prozent leisten. Bewegung auf Seiten der Arbeitgeber war in diesem Zusammenhang nicht erkennbar. Es wuchsen im Gegenteil die Zweifel, ob der BDZV am Erhalt des Flächentarifvertrages interessiert ist.

Dennoch versuchten wir über mehrere Stunden hinweg, Wege zu einem Tarifabschluss ohne Verschlechterungen für die Kolleginnen und Kollegen auszuloten. Letztlich war aber ein Abschluss wie in der Druckindustrie nicht möglich. Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang aber intensiv über Möglichkeiten einer Tariföffnungsklausel zur Beschäftigungssicherung. Um diese Debatte vertieft führen zu können, wurde eine Vertagung auf nächste Woche vereinbart. Das genaue Datum muss noch festgelegt werden.

Unmittelbar danach wird die dju-Tarifkommission den Verhandlungsstand diskutieren und das weitere Vorgehen beraten.